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Neustadt ist für Vielfalt

Vielfalt 1Gedrechselt würde man  „Diversität ist  …  Alltag“ sagen, verständlich ist: „Vielfalt ist für uns das Salz in der Suppe.“ Andere sagen „Eine Sinfonie braucht viele Stimmen.“ Das gilt  erst recht in unserer schon lange „globalisierten Welt“. Schon viele Unternehmen und Institutionen sind der Initiative „Charta der Vielfalt“ beigetreten, auch Neustadt.

 

Vielfalt 2Vielfalt ist gesellschaftliche Realität und Vielfalt ist auch eine Chance für unsere Gesellschaft. Einwanderer gab es seit den 1870er Jahren in den Industrieregionen und nach 1950 in größerer Zahl. Millionen von Flüchtlingen kamen ab 1945 nach Westdeutschland – und sie waren selten willkommen.

 

Und solange die aktuellen Fluchtursachen bestehen, werden wir uns mit weiterer Zuwanderung auseinanderzusetzen haben.

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https://www.charta-der-vielfalt.de/die-charta/

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Schreiben Sie mir Ihre Meinung

Seitdem ich Bürgermeister von Neustadt bin, suche ich das Gespräch mit Ihnen. In meinen Sprechstunden (jetzt Sprechtagen), jedes Jahr bei der Dorfbereisung und auch  sonst am Rande von Sitzungen und meinen anderen Terminen in Neustadt und den Stadtteile.

Osnabrück postkarte_bdc8c132f8Weil die Stadtverwaltung und ich nicht alles mitkriegen können und derzeit vieles passiert, gerade im Straßenbau, bitte ich Sie:
Nutzen Sie diese Gelegenheiten und schreiben Sie mir, wenn Ihnen etwas gut oder garnicht gefällt, wenn es irgendwo hakt. Per Post ins Rathaus, Nienburger Straße, oder eine mail  an 
usternbeck@neustadt-a-rbge.de.  Ich kümmere mich darum oder leite es direkt an die Verantwortlichen weiter.

Ihr Uwe Sternbeck

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Neustadts Zukunft braucht Geduld und Einsatz!

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

viele von Ihnen mussten im Jahr 2017 warten. Es gab unzählige Beispiele dafür. Einige warteten auf wichtige Post, andere bekamen keine zeitnahen Termine für medizinische Untersuchungen. Allerdings mussten sehr viele von Ihnen auch auf den Straßen im Stadtgebiet Geduld aufbringen.

Dabei fing alles noch relativ harmlos an. Die Stadtverwaltung informierte bereits am 25. Januar 2017 über den geplanten Ausbau des zweiten Streckenabschnitts der Mecklenhorster Straße, der dann am 02. Mai 2017 auch begann. Leider wird seit Ostern diese Baumaßnahme durch die Brückensperrung der Bundesstraße 6 für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen begleitet. Durch die Koppelung der Ereignisse musste der Schwerlastverkehr auf die bekannte Umleitungsstrecke geführt werden, der vor allem unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Suttorf, Basse und Empede stark belastet.

IMG_1767bNun hilft es den Menschen im Neustädter Land wenig, dass diese Straßenbaumaßnahmen wie im Übrigen die oben genannten beispielhaften Wartezeiten nicht der Stadt Neustadt a. Rbge. zugerechnet werden können. Ich kann Ihnen versichern, dass die Stadtverwaltung zumindest bei den vorhandenen Straßenbaumaßnahmen sich auch künftig dafür einsetzen wird, zu schnellen und transparenten Lösungen und Entscheidungen mit den beteiligten Trägern zu kommen. Beispielhaft nenne ich hier nur die gemeinsame öffentliche Veranstaltung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die am 6. Juni 2017 stattfand, um einen Überblick über die Lage, die bereits angelaufenen Maßnahmen und weiteren Planungen zur Ertüchtigung der B6-Brücke sowie den daraus resultierenden Folgen für den Verkehr im Neustädter Land zu geben.

IMG_1769bMir ist durchaus bewusst, dass rund 694.000 Staus mit über 1,3 Millionen Kilometer Staulänge und 419.000 Staustunden, wie im Bericht des ADAC für das Jahr 2016 zu lesen war, bereits bundesweit einige Nerven der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gekostet haben. Ich muss davon ausgehen, dass diese Problematik auch in den künftigen Jahren bestehen wird, da die Infrastruktur im Hoch- und Tiefbaubereich vielerorts abgängig ist. Das ist auch in Neustadt am Rübenberge nicht anders. Dies ist nicht zuletzt eine Folge einer Verkehrspolitik des Bundes über viele Jahrzehnte, die nur den Neubau nicht aber den Erhalt der Verkehrswege im Blick hatte.

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Bäume fallen an der Landwehr berichtet die Leine-Zeitung 15.12.2017

In Neustadt am Rübenberge wird beispielsweise der letzte Bauabschnitt der Mecklenhorster Straße im Januar 2018 beginnen. Darüber hinaus sind weitere Hoch- und Tiefbaumaßnahmen für das Jahr 2018 bereits geplant, die ebenfalls zu Behinderungen und Einschränkungen führen werden. Vergessen Sie dabei bitte nicht, dass diese Projekte letztlich dem Erhalt und der Verbesserung der Infrastruktur dienen. Die Stadtverwaltung wird weiterhin dafür sorgen, die Gesamtbelastung durch die Bündelung von Maßnahmen an Straße, Geh- und Radwegen sowie der Kanalisation so gering wie möglich zu halten.

LeitungsbauNicht nur bei meinen regelmäßigen Besuchen der Stadtteile wird mir von einer unzureichenden Leistungsfähigkeit des Internetanschlusses berichtet. Ich bin deshalb froh, dass auf der Grundlage des Förderprogramm Breitbandausbau und unter der Federführung der Region Hannover das Netz in Neustadt a. Rbge. verbessert wird. Im Einzelnen profitieren rund 2.455 Haushalte sowie 165 Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe vom Breitbandausbau. Die Telekom Deutschland wird für ein schnelles Netz in Amedorf, Evensen, Welze, Luttmersen, Mandelsloh, Warmeloh, Brase, Dinstorf, Hagen, Scharnhorst und Schneeren sorgen. Northern Access kümmert sich um eine bessere Internetverbindung in Bevensen, Lutter (teilweise), Borstel (teilweise), Nöpke (teilweise), Eilvese (teilweise), Niedernstöcken (teilweise) und Weißer Berg. Danach sollen nur noch Haushalte und Unternehmen in Streu- oder Einzellagen unterversorgt bleiben. Daneben gilt es aber auch die Bereiche in Gespräch zu bringen, deren Übertragungsrate nach heutigen Maßstäben schon wieder zu gering geworden ist. Die Breitbrandversorgung hat eine hohe Bedeutung für den ländlichen Raum und die Notwendigkeit eines flächendeckenden Glasfaserausbaus ist unbestritten. Bund und Land haben zwischenzeitlich den hohen Rückstand in Deutschland erkannt. Ich bin zuversichtlich, dass es hier zu Lösungen kommt, von denen auch das Neustädter Land profitieren wird.

Bereits nächstes Jahr werden die ersten Arbeiten für die Zusammenführung des Friedrich-Löffler- Instituts am Standort Neustadt a. Rbge. in Mecklenhorst beginnen. Damit wird unsere Stadt als Standort für wissenschaftliche Arbeit und Forschung erheblich aufgewertet.

DudensenAbgeschlossen sind dagegen die Projekte, für die Dudensen im Rahmen der Grünen Woche in Berlin vom Bundeslandwirtschaftsminister mit der Silbermedaille im Januar ausgezeichnet wurde. Drei Busse waren zur Siegerehrung gefahren! Mehr als 2400 Dörfer aus ganz Deutschland hatten sich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt. Nur 33 von ihnen qualifizierten sich für die Endrunde. Ein grandioser Erfolg für das Dorf und für das gesamte Neustädter Land.

KulturnetzwerkDer interkulturelle Tag des Kulturnetzwerks am 18.3.2017 mit über 100 Teilnehmenden in sieben Workshops von Tanz/Musik bis Lesewerkstatt war ein großartiger Erfolg. Es zeigte sich ein wachsender Zusammenhalt zwischen Einheimischen und Neuangekommenen, der für die weitere Integration eine gute Perspektive aufzeigte.

a1Ich bin froh, dass es auch dieses Jahr gelungen ist, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Neustädter Land weiter auszubauen. Zum 1.8. konnte die Krippenkapazität um 15 Plätze erweitert werden. Im Kitabereich wurden 25 Plätze und 8 Hort – Plätze zusätzlich geschaffen. Weitere Stundenerhöhungen gab es in Suttorf, Hagen, Büren und Stöckendrebber. Daneben finden Ausbauten in Otternhagen und Borstel bis Jahresende statt. Damit bleibt in Neustadt am Rübenberge ein hoher Standard in der Versorgungsquote erhalten, wenn auch nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können.

FrackingGefreut hat mich wegen der Unwägbarkeiten auch die Mitteilung vom 7.11.2017 von Exxon Mobile, wonach das Bergamt den Rückbau des Bohrplatzes in Nöpke genehmigt hat und es damit keine Gewinnung von Schiefergas in Neustadt a. Rbge. (Fracking) geben wird.

Positiv ist auch der Beschluss des Rates vom 8.6.2017, mit dem das Grünflächenmanagementkonzept einschließlich des Beitritts in das Kommunale Bündnis für Biodiversität verabschiedet wurde.

Schön war auch der Auftakttermin am 27.11.2017 für das Netzwerk Frühe Hilfen unter Federführung des Familienservicebüros Neustadt mit ca. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das war gleichzeitig ein Rekord in der Region.

FeuerwehrViele weitere Projekte wurden fortgeführt und werden in den nächsten Jahren in der Umsetzungsphase das Stadtbild nachhaltig verändern. Die anstehenden Großprojekte wie Feuerwehrzentrum, Rathaus und Schulzentrum Süd können aber auch vereinzelt dazu führen, dass kleinere und nachrangigere Dinge mal liegenbleiben müssen. Hierfür bitte ich um Verständnis. Überdies führen sie auch dazu, dass der Haushalt keinen Spielraum mehr hat. Es wird eine essentielle Aufgabe im Jahr 2018, die Kosten dieser Großprojekte generationengerecht zu finanzieren und damit im kommenden Jahr zu beginnen.

SchrankeDie Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge war auch im ablaufenden Jahr immer wieder Thema und insbesondere die Planung für Poggenhagen Thema in verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen. Die Stadtverwaltung wird auch in den künftigen Monaten das Thema immer wieder auf der Tagesordnung haben, um letztlich die Verantwortlichen aus Bund und Region zu einer schnellen und akzeptablen Lösung zu drängen.

Für die Innenstadt war der Beschluss des Rates am 03.08.2017 von hoher Bedeutung, da damit die städtebaulichen Eckpunkte für diWunstorfer Straßee Neubebauung der Grundstücke an der Wunstorfer Straße zwischen ZOB und Altstadt manifestiert wurden. Die entsprechende Umsetzung wird auch Herrn Dieter Lindauer beschäftigen, der als neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe nach dem altersbedingten Ausscheiden von Herrn Helmut Eisbrenner fungieren wird. Die Grundstücke an der Wunstorfer Straße befinden sich im Eigentum der Wirtschaftsbetriebe. Feste Absicht von Herrn Eisbrenner ist es noch, dass Hallen- und Naturfreibad „Balneon“ einzuweihen. Darauf kann sich das ganze Neustädter Land freuen.

RathausGleichermaßen wird das neue Rathaus mit der Integration von Einzelhandelsflächen das Erscheinungsbild der Stadt neu prägen. Zur Rathausplanung wurde ein Fach- und Sachgremium aus Vertretern der Bereiche Politik, Wirtschafts- und Interesseverbänden, Experten und Bürgern gebildet. Als Bürgervertreter wurden von den Neustädterinnen und Neustädter Christoph Lietzau und Steffen Kopischke und als Vertretung Henry Gathmann und Eckhard Buntrock gewählt. Dieses Fach- und Sachgremium hat sich für eine Vergabe mit einem zweistufigen in das ÖPP-Verfahren integrierten Architektenwettbewerb entschieden. Damit wird die Gestaltung des Rathauses einen nochmals wichtigeren Stellenwert erhalten, was im Hinblick auf eine lange Nutzungsdauer nur gut sein kann. Momentan wird die europaweite Ausschreibung vorbereitet. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Stadtverwaltung im Frühjahr 2019 zu einem Vertragsabschluss kommen.

Wie Sie nun lesen konnten, gibt es zahlreiche Projekte, die im Neustädter Land umzusetzen sind. In vielen Fällen ist die Stadt weder Eigentümer noch Bauherr. Trotzdem wird „Ihre“ Stadtverwaltung auch künftig die Projekte begleiten, um Anregungen und Bedenken zu geben und Sie dabei einzubinden. Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

Ihr Bürgermeister Uwe Sternbeck

zusammenHand in Hand für Neustadt

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Euro, Cent und die Millionen – Haushaltsplan liegt vor

MEDION Digital CameraDie neue Landesregierung steht, die neue Bundesregierung wird erst im Januar/Februar gebildet. Uwe Sternbeck hat vor kurzem den Entwurf des Haushaltsplans 2018 vorgelegt.
Erst jetzt, wie er zuvor begründet hatte.

Er appellierte eindringlich an den Stadtrat, den Haushaltsplan und die Schlüsselprojekte für Neustadts Zukunft verantwortungsvoll zu diskutieren und zu beschließen. Die Rede von Uwe Sternbeck können Sie hier lesen.

Den Haushaltsplan und den Stellenplan finden Sie hier:
Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2018  Beschlussvorlage 2017/286
Stellenplan für das Haushaltsjahr 2018  Beschlussvorlage 2017/186

Sie können über den interaktiven Haushaltsplan mitdiskutieren:
https://www.neustadt-a-rbge.de/internet/Rathaus/Service%20f%C3%BCr%20B%C3%BCrger/Interaktiver%20Haushalt/

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„Lebendiger Adventskalender“ im Rathaus

Uwe Sternbeck öffnet das 15. Türchen

Am Donnerstag, 14. Dezember macht der „Lebendige Adventskalender“ im Rathaus an der Nienburger Straße 31 Station. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich Lebendiger Adventskalender1eingeladen, gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Sternbeck, das 15. Türchen des Adventskalenders zu öffnen. „Zusammen wollen wir mit Ihnen singen und bei Tee, Kinderpunsch und Keksen gesellig beisammen sein. Verbringen Sie einen besinnlichen und geselligen Abend in der Vorweihnachtszeit“, lädt die Stadtverwaltung ein.

Der lebendige Adventskalender wird von den Kirchengemeinden Johannes und  Liebfrauen organisiert. Vom 1. bis 23. Dezember wird an einer anderen Stelle ein Türchen geöffnet. Mehr Informationen und die weiteren Termine www.liebfrauen-johannes.de/

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Darum Haushaltsplan 2018 erst im Dezember

Geld 4bMancher hat sich gewundert, dass der Bürgermeister im September erstmal keinen Entwurf für den Haushaltsplan 2018 vorgelegt hat. „Rat und Bürgermeister sollen zum Wohl aller Bürger zusammenarbeiten. Die Verwaltung arbeitet dem Rat zu, der Rat entscheidet und die Verwaltung führt die Beschlüsse durch“, beschreibt Sternbeck das Verfahren. „Dabei ist der Haushaltsplan der zentrale Beschluss.“

MEDION Digital CameraSeit der Kommunalwahl 2016 arbeiten CDU und SPD im Rat zusammen, haben eine deutliche Mehrheit. Eine Aussage dazu, wie der Haushalt mittelfristig stabilisiert werden könnte, war bisher nicht zu erkennen. „Trotz der niedrigen Zinsen müssen wir den Haushalt konsolidieren“, sagt Sternbeck. Dazu hat er einzelne und strukturelle Vorschläge gemacht, die allesamt von den meisten Fraktionen abgelehnt wurden. Außerdem fehlten nicht zuletzt auch wegen der vorgezogenen Landtagswahlen belastbare Zahlen des Landes.

2Dennoch: Jetzt sei mehr Mitarbeit der Ratsmitglieder nötig. Sie müssten sich mit den Haushaltseckdaten befassen, die seit dem Frühjahr vorlägen, und  auch mit dem Haushaltsplan 2018.

„Die Lage ist ernst, auch wenn es vordergründig nicht so scheint“, stellt Sternbeck fest. Die wichtigsten Punkte:

  • Die Niedrigzinsphase wird nicht ewig dauern, alles, was wir tun, wird künftig teurer zu finanzieren sein.
  • Der Investitionsrückstau wurde in 2017 mit erhöhten Investitionen angegangen. Aber er beträgt noch immer geschätzt über 100 Mio. € im Neustädter Land.
  • Die Schlüsselprojekte[1] gehören dazu und müssen energisch weiterverfolgt werden
  • Viele Schulen, Sporthallen, Kanalisation, Straßen und andere öffentliche Einrichtungen sind 40 und mehr Jahre alt. Damals wurde „in Saus und Braus“ gelebt, weil die kameralistische Buchführung den Werteverzehr verschleierte. Neustadt ist hier typisch. Die Stadt war eine von vielen, die nach 1956 vieles neu aufbaute. Mit dem „Goldenen Plan“ für den Sportstättenbau der 1970er Jahre und mit den Versprechungen zur Gebietsreform 1974 wurde vieles gebaut. Am Gymnasium und der Leine-Schule sehen wir, wie plötzlich erheblicher Sanierungsbedarf an Bauwerken dieser Zeit deutlich wird.
  • Mit weiteren Belastungen aus Sicht der Stadtkasse muss gerechnet werden: steigende Personalkosten in den Kitas wegen wachsendem Betreuungs- und Bildungsbedarf, Rücklagen für die Versorgungskasse der öffentlichen Arbeitgeber usw.

2Sternbecks Fazit: „Wir können das schaffen, denn Rat und Bürgermeister sind dem Wohl der Stadt und aller Bürger verpflichtet, dafür haben wir kandidiert und dafür wurden wir gewählt.“ Er ergänzt: „Es wird für alle schwierig, den richtigen Weg für Neustadt zu finden, aber ich bin bereit, auch unbequeme Wege mitzugehen.“

 

 

 

 

 

Bildung 5
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Lesetipp: „Geisterstunde“

Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Geschenke besorgen …..  in den letzten sechs Wochen des Jahres ist viel los und trotzdem soll Platz für Beschaulichkeit bleiben. Seit Jahren empfehle ich an dieser Stelle gerne ein Buch.

Bildung 1Heute geht es um das Thema Bildung und Schule, seit 50 Jahren ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland, bei dem viele mitreden und –schreiben. Auch in Neustadt am Rübenberge. „Neues Lernen“ titelt „Der Spiegel“ in seiner Ausgabe vom 23. September und behauptet, „Zehn Wege für Bildung und Erziehung“ zu kennen: „Wie Schule endlich gelingt“.

Wenn das so einfach wäre, meine ich, wären andere auch schon darauf gekommen.

Schon beim ersten Königsweg – der Digitalisierung –  würde Konrad Paul Liessmann widersprechen. Der österreichische Philosoph, Essayist und Kulturkritiker hat schon vor drei Jahren den schmalen Band „Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift“ veröffentlicht.

Bildung 9Im Heft des „Spiegel“ finden wir nur noch „10 Probleme, zehn Ideen“.  Als Lösung wird zum Beispiel die Europaschule in Bremen präsentiert mit der Lernplattform „itslearning“. Liessmann geht das Thema grundsätzlicher an, gibt uns wichtige Anstöße.

Liessmann beginnt mit einer Kritik an den PISA- und ähnlichen Bildungsstudien. Mit denen werde oft argumentiert, ohne deren schmale empirische Basis zu berücksichtigen.

Er kritisiert die Fokussierung auf den Erwerb von Kompetenzen, die mehr und mehr inhaltsleer wird. In den Universitäten trage die Bologna-Reform dazu bei.

Bildung 4Das geht einher mit dem Fetisch der Nutzenorientierung. Wissen soll sich nur „an den Bedürfnissen der jungen Menschen, an den Wünschen der Arbeitgeber oder an den Herausforderungen der Zukunft, die niemand kennt, orientieren.“

Liessmann fragt immer wieder, was denn Inhalt von Bildung sein soll.  „Wir sind zu feige geworden, um uns noch zu geistigen Inhalten zu bekennen, die einen Wert an sich  darstellen und deren Kenntnis und Verständnis jenseits aller aktuellen Bedürfnisse eine Befriedigung zu geben vermagen.“ (S. 59) Der spielende Mensch homo ludens als einziges Wesen, das über das Überleben hinaus Muße für Beschäftigung hat.

Bildung 3Liessmann verteidigt eine klassisch-humanistischen, theoretischen und das Überlieferte bedachtsam bewahrenden Bildungs- und Wissensbegriff.  So lobt er das freie Wissen in Wikipedia und anderen Quellen im Netz. Das könne man aber nur mit einem Grundwissen nutzen, um „in der Vielfalt das Richtige auszuwählen, … Urteilskraft, Sinnvolles von Unsinn zu unterscheiden, …. Selbstdisziplin, ohne die die individuell gestaltete Bildungskarriere zu einem unendlichen Schnupperkurs verkommt“ (S. 109). Wie Recht hatte er damit vor drei Jahren, als noch nicht von fakenews und „Lügenpresse“ die Rede war, als Leute wie Trump, Orban und andere noch keine Mehrheiten hatten.

Liessmann belässt es nicht nur bei (scharfer) Kritik. „Dabei wäre es ganz einfach“ beendet er jeden der Essays, mit dem er Wege, aber keine Königswege beschreibt.

Mein Fazit: 1. Ein wichtiges Buch, 2. Wiederholungen in seien 11 Essays muss man dabei in Kauf nehmen, aber 3.: Man muss es nicht in einem Stück lesen.

Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien; Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Er erhielt 2004 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2010 den Donauland-Sachbuchpreis und 2016 den Paul Watzlawick-Ehrenring.

Konrad Paul Liessmann, Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift, Wien: Zsolnay Verlag 2014, ISBN 9783552057005, Geb., 192 Seiten, 17,90 Euro, ein Vortrag auf Youtube: www.youtube.com/watch?v=vV74Qn5hEzI (90 min.), Kritik in der „Süddeutschen Zeitung“ . Weitere Bücher:

Weitere Bücher

Brase 3
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Post, Bank und Internet beschäftgigen Braser

Fünf Jahre dauert es, bis Bürgermeister Uwe Sternbeck bei der Sommertour alle Neustädter Stadtteile einmal besucht hat – unabhängig von aktuellen Ortsterminen. In Brase war er im Mai 2013 und nun erneut. Was beschäftigt das kleine Dorf an der Leine?

Brase 2Bis spätestens August 2018 kommt der Breitband-Internetanschluß.

  • Die Stadt erkundet, ob eine Packstation nahe Brase möglich ist.
  • Die Stadt geht Beschwerden über die seltene ZUstellung der Citipost nach.
  • Die Sparkasse Mandelsloh wird zum SB-Center. Ob die Stadtverwaltung dort weiter Beratung anbieten kann, ist offen.
  • Die Stadt prüft, ob der Kaffeeweg repariert wird.

Vor fünf Jahren ging es noch um die funktionierende Dorfgemeinschaft, erfreulich viele Unternehmen im Ort und den Baubeginn für den Spielplatz.

Am 31. August endet die Sommertour in Wulfelade.

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In der Leine bei Brase leben Muscheln

Brase 5

 

 

 

Brase 1
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Sternbeck am 21.8. in Brase

Brase 2Vorletzte Station von Uwe Sternbecks Sommertour 2017 ist am 21. August in Brase. Sternbeck war zuletzt vor fünf Jahren in dem knapp 120 Einwohner kleinen Stadtteil.

Brase liegt etwas abseits der L 191 im Norden Neustadts an der Leine. Der Ort ist im Jahr 1250 erstmals schriftlich nachweisbar. Bedeutung hatte er früher durch die Fähre über die Leine, auf die ein Straßenschild noch heute hinweist.

Brase 4In der Leine leben übrigens Muscheln. 

Große Höfe und ein 1915 errichtetes städtisch anmutendendes Gebäude am Ortseingang links prägen den Ort.

Beginn ist um 18:00 Uhr im Dorf, dwer Treffpunk wird noch auf www.neustadt-a-rbge.de bekannt gegeben.