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Europa: Wählen Sie bitte mit

Neustadt wählt am 26. Mai: Den oder die neue BürgermeisterIn und das neue Europaparlament. Das wurde am 10. Juni 1979, also vor 40 Jahren zum ersten Mal gewählt. In Neustadt wird der europäische Gedanke spätestens seit 1980 in der Partnerschaft mit La Ferté-Macé in der Normandie gelebt und in den Begegnungen von „Neustadt in Europa“.

So fern und abstrakt die Europäische Politik mitunter scheint, so nah und konkret kann sie sich dann im Dorf auswirken. Vieles in Deutschland wird auch mit Mitteln der EU gefördert, nicht nur in grenzüberschreitenden Projekten, sondern in der Fläche.

Der Europäische Sozialfonds (ESF), der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) hatten allein in Niedersachsen in der Förderperiode 2014-2020 Mittel von ca. 2.100 Mio. Euro zu verteilen. Der Dorfladen Mariensee und andere Projekte in Neustadt und der Region Hannover profitieren davon.

Die Wahlbeteiligung sank in Deutschland von 65,73% (in 1979) auf 47,90% (in 2014). Ich denke, die europäische Idee hat eine deutlich höhere Wahlbeteiligung und größere Beachtung verdient. Bitte helfen Sie mit, dass wir und die künftigen Generationen von der europäischen Idee profitieren und vor allem in Frieden und Freiheit weiter leben dürfen. Löchern Sie die Parteien bei Veranstaltungen oder online mit Ihren Fragen und gehen Sie am 26. Mai zur Wahl oder nutzen Sie die Briefwahl, wenn Sie am 26. Mai verhindert sind..

Die Leine-Zeitung vom 10. Mai stellt Ausstellung und Begleitprogramm der Altrewa-Stiftung zu Europa vor

Am Samstag (11. Mai) steht der Opernplatz in Hannover mit einem tollen Programm ganz im Zeichen von Europa. Eine gemeinsame Veranstaltung von Landeshauptstadt Hannover, Region Hannover und dem Europäischen Informations-Zentrum Niedersachsen im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Infos unter www.hannover.de/Veranstaltungskalender/Politik/Europafest-auf-dem-Opernplatz und ein Flyer zum Runterladen www.hannover.de/content/download/770871/19588139/file/32763_I.3_FB_Europafest_Internet.pdf  

Skultur am Erichsberg – Symbol der Städtepartnerschaft mit LaFerte
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Ein Leitbild für Neustadt

Was ist das?

Über vier Jahre haben Rat und Verwaltung gemeinsam ein Leitbild für unser Neustadt erarbeitet. Es beschreibt die Vision und den Antrieb aller Beteiligten in Politik und Verwaltung. In fünf wichtigen Handlungsfeldern sind die zentralen Leitsätze formuliert, an die sich alle Akteure aus Politik und Verwaltung halten – langfristig und verlässlich.

Fünf Themen auf einer Seite

Rat und Verwaltung übernehmen Verantwortung für Neustadt, aber tragen sie nicht alleine: Nur gemeinsam mit allen Neustädter Bürgerinnen und Bürgern können die Herausforderungen von heute und morgen erfolgreich gemeistert werden. „Deshalb leben wir eine Kultur der Teilhabe und rufen alle zur aktiven Mitgestaltung auf“, heißt es in der Einleitung.
Den Leitsätzen liegt das eindeutige und unerschütterliche Bekenntnis zur freiheitlich, demokratischen Grundordnung zu Grunde. „Auf dieser Basis leben, schätzen und fördern wir das konstruktive Miteinander in all seiner Vielfältigkeit“, heißt es weiter.
Das Leitbild umfasst nur eine Seite und klingt manchmal allgemein. Muss es, weil es die Richtung anzeigt, und es wird niemals abgeschlossen sein.
Gemeinsam für Neustadt – lesen Sie mehr.
Ein Faltblatt gibt es im Rathaus und hier.

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Licht aus für den Klimaschutz

Klimaschutz geht gemeinsam: Um ein starkes und sichtbares Zeichen für den Klima- und Umweltschutz zu setzen, schalten Millionen von Menschen am Samstag, 30. März 2018, um 20.30 Uhr das Licht aus. Weltweit werden anlässlich der Earth Hour dann wieder für 60 Minuten viele öffentliche und private Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Firmensitze unbeleuchtet bleiben.
Machen Sie mit: Schalten Sie am am Samstag, 30. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr das Licht aus. Die Stunde im Dunkeln zeigt symbolisch die Bedeutung jedes Einzelnen für den Klimaschutz. Die Botschaft lautet: Klimaschutz geht gemeinsam!

Neustadt beteiligt auch in diesem Jahr: Der „Blauen Würfel“ der Stadtwerke Neustadt, das Schloß Landestrost (der Stiftung Kulturregion Hannover) und öffentliche Gebäude bleiben unbeleuchtet.

Die WWF-Earth-Hour findet in diesem Jahr bereits zum 13. Mal statt. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Für einen lebendigen Planeten“ – Denn wenn wir es nicht schaffen, die Erderhitzung auf 1,5° zu beschränken, wird das für die Menschen und die Natur katastrophale Konsequenzen haben. Durch die Erderhitzung droht jede sechste Art auszusterben. Diese Bedrohung für die Vielfalt der Lebewesen auf unserem Planeten ist auch eine direkte Gefahr für den Menschen: Denn mit jeder verlorenen Art wird das Leben auf der Erde instabiler und risikoreicher.

Weitere Informationen zur Earth Hour auf www.wwf.de/earthhour.

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Info über Südlink am 13. März

Die neue Meldung schlug Wellen: Die große Stromtrasse „Südlink“ soll über Neustädter Stadtgebiet führen statt auf der östlichen Trasse. Landwirte befürchten Schäden. Mehr zu Südlink in einer Diskussionsveranstaltung am 13. März ab 19:00 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Gaußstr. 14 und hier. Diskutieren Sie mit!

Um eine gute Vorbereitung zu gewährleisten, können die Bürgerinnen und Bürger über neustadt-a-rbge.de/suedlink bereits jetzt ihre Fragen stellen. Diese werden vor der Veranstaltung an TenneT weitergegeben, damit gegebenenfalls im Vorfeld noch notwendige Informationen recherchiert werden können. Auf der Unterseite des Stadtportals werden ab jetzt regelmäßig neue Informationen über den SuedLink veröffentlicht.

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2004 ist schon Geschichte

Rede am 26. Februar 2019 auf der Jahresversammklung des Museumsvereins Neustadt

Als Mitglieder unseres Museumsvereins sind Ihnen geschichtliche Zeiträume geläufig – Sie haben hunderte Jahre Neustädter Geschichte erforscht und ausgestellt. Ich möchte hier „nur“ über einen Zeitraum von 15 Jahren berichten, aber wenn ich mich an 2004 – dem Jahr meiner Amtseinführung – erinnere, ist das auch schon Geschichte. Die Stadt und vor allem die Verwaltung hat ein anderes Gesicht bekommen.

Bis 2004 hatte Neustadt keinen hauptamtlichen Bürgermeister, die Verwaltung leistete nur äußerst zurückhaltend Öffentlichkeitsarbeit, eine aktive Informationspolitik gab es nicht. So wurde die Kommunikation, sowohl nach außen mit Bürgerinnen und Bürgern als auch innerhalb der Verwaltung schnell einer meiner Arbeitsschwerpunkte, der mich bis heute begleitet.  

Denn ein Bürgermeister hat Pflichten. Er muss die Einwohnerinnen und Einwohner umfassend über Grundlagen, Ziele, Zwecke und Auswirkungen bei wichtigen Planungen und Vorhaben der Gemeinde informieren (§ 85 Abs. 5 NKomVG[1]). Weiterhin ist er die repräsentative Vertretung sowie Außenvertretung der Stadt in allen Rechts- und Verwaltungsgeschäften sowie Gerichtsverfahren. (§ 86 NKomVG)

Um dies tatsächlich wahrnehmen zu können, haben wir Ende 2004 die Stellen des persönlichen Referenten und eines Pressesprechers geschaffen. Beide sind schwerpunktmäßig mit Kommunikation in allen Facetten befasst. Kommunale Kommunikation stärkt die Identifikation der Einzelnen und der Bevölkerung mit dem Gemeinwesen und erfüllt so eine – immer bedeutsamer werdende – Integrationsfunktion. 

Die Bürger erwarten Informationen für ihre persönliche Meinungsbildung und Orientierung von der Verwaltung, wenn diese andernfalls nicht verfügbar wären. Außerdem wollen wir für ein lebendiges Gemeinwesen alle gesellschaftlichen Gruppen zur Zusammenarbeit motivieren. So wurde beispielsweise die direkte Beteiligung der Bürger*innen ausgebaut: Es gibt nun Onlineumfragen, wir haben einen Bürgerhaushalt angeboten und sind mit den Neustädtern in direkten Dialog gegangen mit dem Ziel, ein Leitbild für die Stadt zu erarbeiten. Bei wichtigen Vorhaben wie beispielsweise dem Rathausneubau sind öffentliche Informationsveranstaltungen selbstverständlich (Beteiligung von gewählten Bürger*innenvertretern beim Fach- und Sachgremium Rathaus, Bürgerentscheid).

Nicht zuletzt sind wir als Verwaltung moderner Dienstleister und damit auch persönlich ansprechbar. Deshalb habe ich schon zu Beginn meiner Amtszeit Bürger*innensprechzeiten etabliert. Zunächst  als offene Sprechstunden jeweils 2 Stunden am letzten Donnerstag im Monat: viele Besucher*innen, keine Vorbereitung, Anliegen wurden aufgenommen und nach Bearbeitung rückgemeldet. Später wurde umgestellt auf auf Sprechtage mit Voranmeldung, damit der Bürgermeister fachlich vorbereitet ein oftmals abschließendes Gespräch mit den Menschen führen kann. Sprechzeitenangebote in den Dörfern wurden nicht angenommen. Nicht zuletzt deshalb kam deshalb die Idee der Dorfbereisungen bzw. Dorftreffen auf, um einerseits den Einwohnern direkt vor Ort Rede und Antwort zu stehen und andererseits die schönen Ortschaften kennenzulernen. Mittlerweile habe ich jeden Ortsteil mindestens zweimal besucht und denke gern an schöne Radtouren zurück.

Ein weiterer Schwerpunkt in meiner Amtszeit war es, den Webauftritt der Stadt von Grund auf zu modernisieren. Ziel war ein modernes Portal einerseits für alle Neustädterinnen und Neustädter , andererseits umfassende Information für Touristen und Gästen. Das Portal, das 2016 online ging, ist aktuell, informativ, interaktiv, zielgruppenorientiert und klar strukturiert. Es bündelt die große Informationsflut, die eine Verwaltung vorhalten muss, informiert über aktuelle Neuigkeiten und Veranstaltungen der Stadt und zeigt außerdem, wie attraktiv unsere Stadt ist.  

Dieses Portal gibt uns die Möglichkeit, wichtige Informationen direkt und zeitnah zu den Bürgern zu bringen. Es erweitert die früher übliche Öffentlichkeitsarbeit – natürlich geben wir auch weiterhin klassische Pressemitteilungen an die lokalen Zeitungen und Radiosender heraus, aber mit der Homepage haben wir mehr Möglichkeiten, um beispielsweise Hintergrundinformationen anzubieten oder Umfragen zu gestalten. Dabei ist oberste Priorität, sachlich und neutral zu bleiben.

Dies ist heutzutage besonders wichtig, da wir auch in Neustadt damit konfrontiert sind, dass persönliche Angriffe im Netz zunehmen und FakeNews verbreitet werden. Die sozialen Medien ermöglichen eine blitzschnelle, große Verbreitung solcher Falschmeldungen. Unsere Aufgabe ist es, dem entgegen zu wirken: mit Fakten und ständiger Kommunikation auf verschiedenen Ebenen. Wir wollen, wie es auch in unserem Leitbildentwurf klar formuliert ist:  Miteinander im Dialog bleiben!


[1] Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz

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Neustadt 2019 – Meine Bürgeransprache zum Jahresende

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Jahreswechsel – das ist die Zeit des Rückblicks und der Schau nach vorne. Ich hoffe, Sie können auf ein gutes Jahr zurückblicken: Auf Wünsche, die sich erfüllt haben und Anstrengungen, die sich gelohnt haben.

Ich schaue auf ein gutes, aber auch anstrengendes Jahr für Neustadt a. Rbge. zurück. Wir haben viel bewegt und viel erreicht, aber auch intensive politische Auseinandersetzungen erlebt.

2018 öffnete das Hallen- und Naturfreibad Balneon seine Türen – ein schöner Moment. Der gute Zuspruch belegt, dass die Entscheidung absolut richtig war, weiter ein Bad im Neustädter Stadtgebiet anzubieten. In diesem Jahr ist es auch gelungen, das neue Feuerwehrzentrum auf den Weg zu bringen. Ich freue mich schon, mit Ihnen im kommenden Jahr die Grundsteinlegung begehen zu können.

Mit dem Start des Kooperativen Horts und dem erneuten Ausbau unserer Kindertageseinrichtungen arbeiten wir kontinuierlich weiter am familienfreundlichen Neustadt und an besseren Betreuungs- und Bildungsangebote. Eine Mammutaufgabe, die uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen wird.

Und natürlich gab es 2018 auch viel zu feiern und Gelegenheit, stolz zu sein auf unsere Stadt: Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass unsere Jugendfeuerwehr Nöpke deutscher Vize-Meister geworden ist. Die NDR-Stadtwette hat vielen Neustädterinnen und Neustädtern Spaß gebracht und das erste Stadtfest der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird vielen Besuchern lange in fröhlicher Erinnerung bleiben.

Spät im Jahr konnten wir das Mahnmal Zwischen den Brücken einweihen, das an die an die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Neustädter erinnert. 35 Jahre nach Erscheinen der ersten Dokumentation über Neustadt im Nationalsoizialismus wurde es endlich errichtet.

 

2018 – das war auch ein Jahr großer Herausforderungen: Die B6-Baustelle mit all ihren Auswirkungen hat die Nerven vieler Neustädterinnen und Neustädter auf eine harte Probe gestellt. Ich bin froh, dass wir vor wenigen Tagen die Brücke wieder für den Schwerlastverkehr öffnen konnten. Auch die politischen Auseinandersetzungen rund um den Bürgerentscheid zum Rathausbau hat allen Beteiligten viel abverlangt. Mit dem nicht erreichten Quorum ist nun der Weg frei, weiter an der Innenstadtentwicklung und dem Rathausprojekt zu arbeiten.

Für meine Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung und mich hält das kommende Jahr wieder zahllose Aufgaben bereit, die wir mit Engagement angehen wollen. So wollen wir einen Masterplan für das Schulzentrum Süd vorstellen und unsere Großprojekte wie die Bildungslandschaft West, die Beseitigung des Bahnübergangs Poggenhagen und den Hochwasserschutz Silbernkamp vorantreiben.

Ihnen allen danke ich für Ihre ehrenamtliche Arbeit. Ob kurzfristiges der langfristiges Engagement, in der Feuerwehr, als Baumpate, in der Dorfentwicklung, beim Freibad, Dorfladen, in Vereinen und Initiativen, in der Nachbarschaft: Sie alle tragen zum Zusammenhalt bei, erhalten die Lebensqualität in den Stadtteilen, und bauen mit an der Zukunft unserer Stadt.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, diese Neujahrsansprache ist die letzte, die ich als Bürgermeister Uwe Sternbeck an Sie richte. Ich habe mich nach einem intensiven Prozess entschieden, nicht für eine weitere Wahlperiode zu kandidieren. Damit wird ab 1. November 2019 eine neue Bürgermeisterin oder ein neuer Bürgermeister die Stadtverwaltung Neustadt am Rübenberge leiten. Gehen Sie zur Wahl und nutzen Sie Ihre Chance zur Mitbestimmung, wenn am 26. Mai 2019 das europäische Parlament und der/die neue Bürgermeister gewählt werden.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2019

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Vielen Dank fürs Immer-da-sein

Heute ist Heiligabend und es ist ein guter Zeitpunkt um Danke zu sagen. Notdienste, Rettungs- und Sicherheitskräfte sind das ganze Jahr im Einsatz. Auch über die Feiertage, wenn die meisten es sich gemütlich machen oder die Familie besuchen, sind sie im Dienst und im Notfall für die Bürgerinnen und Bürger in Neustadt da. Deshalb war Bürgermeister Uwe Sternbeck heute vormittags beim Deutschen Roten Kreuz und der Polizei, um ein kleines Präsent als Dank vorbeizubringen und mit den MitarbeiterInnen zu reden.
In kleiner gemütlicher Runde wurde der eine oder andere Sachverhalt besprochen . So sprach ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes zugewachsene Anfahrtswege an. In einzelnen Wohngebieten seien Bäume es nicht ausreichend zurückgeschnittenen, etwa in der Waldsiedlung in Metel. Hier sei es schwer, die Fahrzeuge wieder rauszubekommen, berichten die Rettungsfahrer. Auch weil die Rettungswagen jetzt  sogenannte Kofferaufbauten haben, die im Inneren mehr Raum für die Patientenversorgung gewähren, auf zugewachsenen Wegen aber zu Schwierigkeiten führen. Ob die Kommune handeln kann oder nicht, hängt von den Besitzverhältnissen ab, erläuterte Sternbeck. Er gibt den Sachverhalt in der Verwaltung zur Prüfung .

Ärgerlich sei auch die falsche Verwendung der Notrufnummern. „Viele haben die 116117 noch nicht verinnerlicht“, vermuten die Rettungskräfte. Denn Anrufe, weil die Hausarztpraxis über die Feiertage geschlossen ist und man versäumt hat, dringend benötigte Medikamente zu besorgen, nähmen zu. Ebenso wie Anrufe wegen Bagatellen wie etwa kleineren Schnittverletzungen. Dafür  gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst mit der Telefonnummer 116117, der einordnet, die nächste Bereitschaftspraxis heraussucht oder auch einen Arzt vorbeischickt. „Natürlich sollte man lieber einmal zu viel zum Hörer greifen als einmal zu wenig. Aber jede Alarmfahrt birgt auch immer Gefahren, für die Rettungskräfte und die Umgebung.

Patienten würden im Krankenhaus übrigens nicht bevorzugt, wenn man mit dem Rettungswagen
eingeliefert wird.  „Fast überall wird inzwischen nach der Manchester-Triage zusortiert, vollkommen unabhängig ob man zu Fuß kommt, von Angehörigen oder mit dem Rettungswagen gebracht wird.“ Das System beruht auf einer Ersteinschätzung und sortiert die Patienten mit einer Farbkodierung nach Dringlichkeit.

 

 

 

 

Auch die Polizei vermisst bei manchen Anrufen das Augenmaß. So mancher Streit ließe sich sicherlich auch ohne Einsatz lösen, berichten sie. Oft würde es helfen einmal tief durchzuatmen und noch einmal ruhig miteinander zu sprechen. Dennoch betonen auch sie, dass es besser sei, im Zweifel anzurufen. „Wir kommen immer“, betonen alle einhellig.

Rückblickend auf das Jahr sei ein Schwerpunkt der Verkehr vor Schulen gewesen. „Neben der veränderten Verkehrsführung an der Grundschule Stockhausenstraße haben wir auch die anderen Schulen verstärkt angefahren.“ Hier sei noch immer viel Aufklärungsarbeit bei Eltern zu leisten, erzählen die Beamten. Ein weiterer Punkt sei das Fahren unter Drogeneinfluss gewesen. „Hier haben wir gezielte Aktionen gestartet, die wir auch im nächsten Jahr fortsetzen werden“, berichtet der Leiter des Streifendienstes Alexander Benne. Hier mache sich die Größe des Neustädter Landes bemerkbar, berichtet er, Aufgrund der Distanzen sei man eher bereit, sich trotz Drogenkonsum hinter das Steuer zu setzen.

Benne hatte im Sommer die Nachfolge von Rolf Wenda angetreten. Die ersten Monate bewertet er positiv. „Hier hat man jederzeit einen direkten Kontakt zur Verwaltung“ meint er, das mache vieles einfacher. „In großen Städten hat man es da natürlich nicht so leicht“. Auch die acht neuen Kollegen, die im Herbst in Neustadt angetreten sind, seien gut im Dienst angekommen und sorgten für spürbare Entlastung. Einzig eine Nachfrage bleibt unbeantwortet: Bürgermeister Sternbeck fallen keine Verbesserungswünsche von Seiten der Verwaltung ein. Auch er wisse den direkten Kontakt zu schätzen, bestätigt er und freut sich auf die weitere enge Zusammenarbeit in kommunalen Belangen.

Bedacht werden unter anderem auch die Feuerwehr sowie die Notfalldienste des Abwasserbehandlungsbetriebes und des Bauhofs. Da diese in Bereitschaft sind und „nur“ in Notfällen vor Ort sein müssen, wird hier üblicherweise auf einen Besuch verzichtet.

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80 Jahre nach Pogromnacht: Mahnmal steht endlich

Mahnmal für die verfolgten und vernichteten jüdischen Neustädter am 4.11.2018 „Zwischen den Brücken“ eingeweiht.


Der Standort des Mahnmals ist mit der Vertreibungs- und Vernichtungsgeschichte der jüdischen Neustädterinnen und Neustädter mehrfach verbunden.

Während der Pogromnacht am 9.11.1938 plünderten Angehörige Neustädter NS-Organisationen die Privatwohnungen mehrerer jüdischer Familien, verwüsteten das jüdische Gemeindehaus und die Synagoge in der Mittelstraße. Das Fachwerkgebäude wurde nicht angezündet, weil die Nachbarhäuser ebenfalls hätten Feuer fangen können. Stattdessen deckten die Täter das Dach ab, luden Kultgegenstände und Inventar auf den Leichenwagen der Synagogengemeinde, rollten ihn zu den Leinewiesen zwischen den Brücken und verbrannten ihn dort in der Nacht vom 10. zum 11. November 1938.

Zwischen den Brücken wohnten Jenny, Otto und Walter Meinrath. Das Haus stand gegenüber dem heutigen Standort des Bronzelöwen. Hier betrieb Otto Meinrath eine kleine Bank, die nach der Pogromnacht durch das Bankhaus Baebenroth an der Westseite der Marktstraße „arisiert“ wurde. Otto Meinrath, Hermann Birkenruth (Wallstraße) und Erich Meinrath (Leinstraße) – aktive Mitglieder der Neustädter Synagogengemeinde – wurden während der Pogromnacht verhaftet, zunächst ins Polizeigefängnis nach Hannover und von dort ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Das gleiche Schicksal erlitt Magnus Lehmann, der bei Otto Meinrath zu Besuch war. Nach der Freilassung der Gefangenen gelang es den Familien Birkenruth und Meinrath (Zwischen den Brücken) 1939 zu emigrieren. Erich Meinrath und seine Frau Gertrud wurden am 15. Dezember 1941 aus Hannover, Magnus Lehmann am 6. Dezember 1941 aus Hamburg nach Riga deportiert und ermordet. An den früheren Standorten der Häuser der Familien in der Wallstraße, der Leinstraße und Zwischen den Brücken liegen Stolpersteine.

In Sichtweite des Mahnmals liegt Schloss Landestrost. Hier war das Landratsamt des Altkreises Neustadt am Rübenberge untergebracht, wo – basierend auf Meldungen aus Neustadt, Wunstorf und den Dörfern – die Daten der jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner zusammengeführt und auf gesondert gekennzeichneten Karteikarten erfasst wurden. Alle Daten gingen schließlich an den Sicherheitsdienst (SD) der SS im Reichssicherheitshauptamt in Berlin. Die hier geführte zentrale „Juden- und Freimaurerkartei“ für das Deutsche Reich und die von der Wehrmacht besetzten Gebiete Europas gewährleistete die lückenlose Erfassung der jüdischen Bevölkerung, den jederzeitigen Zugriff und die Effektivität der Vernichtung.

Bei der Befreiung Neustadts am 7.4.1945 starben 28 britische Soldaten, als ein Wehrmachtskommando den westlichen Bogen der großen Leinebrücke sprengte. Unter den Opfern war auch der 19jährige jüdische Rekrut H. Smollan.

 

 

Bisher erinnern Stolpersteine an die früheren jüdischen Mitbürger:

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Sternbeck dankt den Feuerwehrleuten

Bürgermeister Uwe Sternbeck hat heute Vormittag (24. Oktober) die Feuerwehrleute besucht, die derzeit den Brand einer Torfmiete bei Schneeren löschen. Seit dem Ausbruch des Feuers sind bisher mehr als 300 Einsatzkräfte aus Neustadt und der Region vor Ort.

Bürgermeister Uwe Sternbeck spricht mit dem Mardorfer Ortsbrandmeister Marc Krüger

Der Bürgermeister zeigte sich tief beeindruckt von der Leistung der Feuerwehrkräfte. Allein die logistische Herausforderung, eine Wasserleitung via Schlauch über mehrere Kilometer durch das Moor zu legen sei bewundernswert.

Hinzu komme: erst kürzlich waren viele Feuerwehrleute aus der Region beim Moorbrand im Emsland im Einsatz. „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften und ziehe den Hut vor ihrer Leistung“, sagte Sternbeck nach Gesprächen mit den Feuerwehrleuten.

 

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„Ich kandidiere im Mai 2019 nicht“

Uwe Sternbeck wird zur Bürgermeisterwahl im Mai 2019 nicht antreten. Das wäre seine dritte Amtszeit, aber er sagt: „Ich bin nach intensiven Überlegungen und Gesprächen mit meiner Frau zu der Überzeugung gekommen, dass ich meinen sehr intensiven und kräftezehrenden Einsatz für Neustadt am Rübenberge nicht fortführen möchte. Als Bürgermeister wird man auf Zeit gewählt und das ist auch gut so.“

Die Arbeit als Bürgermeister habe ihm Spaß gemacht und konnte ganz viele engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger persönlich kennenzulernen und mit diesen sowie den Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung zusammen das Neustädter Land zu gestalten. So habe er während der vergangenen 14 Jahre habe viel für seine Heimatstadt leisten und viele positive Entwicklungen auf den Weg bringen können.

Zum Beispiel hat Neustadt viel mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vor Ort, städtische Tochterbetriebe für die Wirtschaftsförderung und den Tourismus, ein neues Hallen- und Freibad und einen Stadtmarketingverein. Ebenso sei es während der vergangenen Jahren gelungen, das Profil der Stadt als familienfreundliche Kommune zu schärfen. Es gibt deutlich mehr und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsangebote und eine erfolgreiche Musikschule. Dass in Sachen Verkehrsentwicklung oder Erneuerung der Freiwilligen Feuerwehren noch viel zu tun ist, weiß auch der Bürgermeister.

„Die Führung der Stadtverwaltung ist eine Aufgabe, die im Vergleich zu Repräsentation und Außenvertretung der Stadt relativ wenig Aufmerksamkeit erfährt. Dennoch sind es die verwaltungsinternen Prozesse, die wir in den vergangenen Jahren angestoßen haben, auf die ich besonders gern zurückschaue. Die Verwaltung hat sich durch die Verbesserung der Nachwuchs- und Fortentwicklungsmöglichkeiten oder dem strukturierten Führungsfeedback außerordentlich positiv entwickelt“, berichtet der Bürgermeister.

Nicht immer leicht war die Zusammenarbeit mit dem Rat als Vertreter einer Partei, die noch nicht zu den Volksparteien gezählt wird.

Bis zum Ende seiner Wahlperiode am 30. Oktober 2019 wird sich Uwe Sternbeck mit vollem Einsatz für die derzeit laufenden Vorhaben der Stadt Neustadt a. Rbge. einsetzen. Dies sind besonders:

 Vorbereitung des Rathausbaus und Innenstadtentwicklung

 Aktualisierung Klimaschutzprogramm Neustadt

 Grundsteinlegung FWZentrum und FWGH Eilvese

 Projektfeststellung Sporthalle Gymnasium

 Grundschulentwicklung, insbesondere Mandelsloh/Helstorf

 Bildungszentrum West beschließen und Planung abschließen, Ausschreibung vorbereiten

 Konzept Kindertagesstätten – Bildung von 1 bis 6

 Bahnübergänge, Planfeststellungsverfahren Poggenhagen begleiten, Konzepte für weitere Bahnübergänge vorantreiben und mit Kreuzungsbeteiligten abstimmen

 Antrag für Innenstadtentwicklungskonzept beim Land stellen

 Breitbandausbau

 Gewerbegebietserweiterung Ost voranbringen